Der Nikolaus-Kalender


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Im Januar kommt Nikolaus sehr müde nach Haus.
Zieht schnell seinem Rentier das Zaumzeug noch aus.
Erschöpft setzt er sich in den Sessel hinein
und schläft früh am Abend vorm Fernseher ein.

Im Februar, das weiß ich ziemlich genau,
da färbt er sich Haare und Bart himmelblau.
Mit Faschingshut und bunt geschminktem Gesicht
erkennt man den Alten im Karneval nicht.

Im März, da setzt er den Traktor in Stand.
Er pflügt und rupft Unkraut im Gartenland.
Er putzt, schruppt und wienert die Wohnung blitzblank.
Sein rotes Kostüm liegt gewaschen im Schrank.

Im April klopft er dann bei dem Osterhas an
und fragt, ob er ihm nicht behilflich sein kann.
Das Eier bemalen mag Nikolaus sehr,
nur hüpfen und hoppeln fällt ihm noch sehr schwer.

Und was macht der Nikolaus im Monat Mai?
Nun, da fährt er bei seinen Eltern vorbei!
Die Mutter, die kocht ihm sein Lieblingsgericht,
und abends spieln alle "Mensch ärger dich nicht".

Den Sommer verbringt er im Meer und am Strand,
liegt faul in der Sonne, baut Burgen aus Sand.
Hört Walkman, liest Bücher aus der Bücherei.
Drei Monate Sommer gehen ganz schnell vorbei.

Im September, wenn Äpfel und Birnen sind reif,
fühlt er sich vom Faulenzen müde und steif.
Drum holt er sein Rennrad aus dem Keller heraus
und fährt mit `nem Blitzstart drei Runden ums Haus.

Im Oktober wird gründlich der Schlitten poliert,
das Zaumzeug aus Leder genau kontrolliert.
Das Rentier wird jetzt von der Weide geholt,
sein Fell wird gestriegelt, die Hufe besohlt.

Im November schaut er sich die Wunschzettel an,
damit er auch alles herbeischaffen kann.
Man sieht ihn geschäftig am mehreren Tagen
die vielen Geschenke zum Schlitten hintragen.

Jetzt ist es Dezember, jetzt ist es soweit!
Der Nikolaus ist für den Einsatz bereit.
Fürs Rentier gibt`s Wasser, er selbst trinkt Kaffee,
und ab geht die Fahrt durch den glitzernden Schnee.

Text: Knister